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Zu Besuch in der Galerie KuRa

Galerie

Heute habe ich mich mit Stephanie Göseke, Leiterin der Galerie KuRA– Kunst & Rahmen, unterhalten. In ihrer Galerie stellt sie nicht nur Bilder verschiedener Künstler aus, sondern kaschiert und rahmt auch Kundenmotive. Natürlich wollte ich wissen, wie man auf die Idee kommt, eine eigene Galerie zu eröffnen, und habe mir direkt Spezialisten-Tipps geholt, welche Untergründe sich für bestimmte Arten von Bildern anbieten und welche Präsentationsformen gerade Trend sind.

Hallo Frau Göseke! Danke, dass Sie sich Zeit für uns nehmen! In Ihrer Galerie KuRA– Kunst & Rahmen präsentieren Sie nicht nur Werke von verschiedenen Künstlern, sondern rahmen und kaschieren diese selbst. Wie kam es denn zu der Idee, eine eigene Galerie zu eröffnen?

Das wollte der Zufall so. Ich war jahrelang in der Galerie beschäftigt, in der ich auch gelernt habe. Leider wurde diese im letzten Jahr geschlossen und somit musste ich mich beruflich anderweitig umsehen. Zufällig lernte ich jemanden kennen, der schon eine kleine Galerie in Eppendorf und eine Einrahmungswerkstatt in Volksdorf betrieb. In Gesprächen entstand die Idee eine weitere Galerie zu eröffnen. Ich hatte so viele Visionen und sprudelte fast über, außerdem hatte ich in den letzten Jahren zahlreiche Künstlerkontakte und viele Stammkunden gewonnen – da musste einfach was draus werden! Nun sind wir fast genau ein Jahr mit der Galerie KuRa im Alstertal und wissen, dass es die richtige Entscheidung war! Es bringt so viel Freude mit tollen Künstlern Vernissagen zu veranstalten und unsere Kunden glücklich und zufrieden zu sehen!

Und wie hat es sich ergeben, dass Sie auch selbst handwerklich tätig wurden?

Wie erwähnt habe ich den Beruf in einer Galerie erlernt, dort war das Thema Einrahmung ein Schwerpunkt. Es wurde eingerahmt, kaschiert, retuschiert. Da wächst man dann natürlich hinein und erlernt die nötigen Handgriffe.  Die Kombination aus handwerklichen Tätigkeiten, Kundenberatung und Verkauf finde ich einfach klasse und abwechslungsreich. Man kann dem Kunden so vermitteln, was alles möglich ist im Bereich Bild und Einrahmung.

Macht es einen Unterschied, ob ich meine Fotos auf ein bestimmtes Trägermaterial aufziehen/kaschieren lasse?

Ja, tatsächlich entscheidet das Trägermaterial darüber, wie gut ein Motiv zur Geltung kommt. Beispielsweise eignet sich Aluminium besonders gut für Fotografien, da das Bild nicht durch die Struktur des Trägers, beispielsweise ein Gewebemuster wie bei Leinen, verfälscht wird. Aluminium ist außerdem relativ leicht und bewahrt auch in großen Formaten eine hohe Stabilität, während sich andere Materialien durch die Spannung, die beim Kaschieren entsteht, verziehen können. Für eine Leinwand eignen sich besonders gut Drucke, welche schon vom Motiv her wie gemalt aussehen. So entsteht durch die Struktur ein „Originalcharakter“.

Warum sind Kaschierungen im Moment so ein großer Trend in Galerien und für zu Hause?

Viele Kunden möchten inzwischen keinen Rahmen mehr zwischen sich und dem Bild haben, sondern bevorzugen direkt das pure Bild an ihrer Wand. Je nach den Lichtverhältnissen im Raum – Fenster, Position der Leuchten – spiegelt normales Glas leider so sehr, dass man alles Mögliche sehen kann, nur leider nicht das Bild. Daher halte ich Kaschierungen auf Aluminium für eine tolle Lösung. Mit einer speziellen Versiegelungsfolie schützen wir das Motiv vor schädlichen UV-Strahlen, die ansonsten zu einem Verblassen der Farben führen würden. Ein zusätzlicher plastischer Effekt ergibt sich bei Alu-Platten durch die Abstandhalter auf der Rückseite. So entsteht je nach Lichteinfall ein kleiner Schatten rund ums Bild. Ein absoluter Trend momentan!

Mit welcher Art von Bildern umgeben Sie sich denn gerne persönlich?

Ich liebe Originale – gern abstrakt – auf Leinwand mit viel Struktur und pastösen Farben. Dadurch lebt für mich ein Bild. Ich mag leuchtende Farben kombiniert mit Erd-und Grautönen. Einige unserer Künstler arbeiten noch zusätzlich mit Textilien, Strandgut oder Rostblechen, die mit im Bild verarbeitet sind. Großartig!

Wir haben gehört, dass Sie schon bald eine neue Ausstellung zum Thema Hamburg & Maritimes eröffnen. Was erwartet die Besucher dort?

Ja, richtig. Wir haben hier am 2308. unsere nächste Vernissage mit Heinke Böhnert und Katja Knodel-Nordmeyer. Beides tolle Hamburger Künstlerinnen! Die Ausstellung wird bis zum 30.09.2012 bei uns zu bestaunen sein. Heinke Böhnert, die mittlerweile weltweit ausstellt, arbeitet mit echten Segeltüchern, die sie in ihren Bildern verarbeitet. So entstehen Segelmotive in starken Farbkombinationen und extravaganten Größen. Katja Knodel-Nordmeyer ist absolut genial in ihrer Darstellung von Hamburg-Motiven. Collagenartig malt sie die Motive übereinander auf Leinwand und kombiniert dazu farbige Schriftzüge, die sie zum Schluss per Siebdruck auf die Bilder bringt.

Zur Vernissage sind beide Künstlerinnen anwesend und bei kleinen Köstlichkeiten erwartet die Kunden bei uns eine spannende Ausstellung auf zwei Etagen.

Liebe Frau Göseke, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit KuRA – Kunst & Rahmen.

Vielen Dank

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