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Unterwasserfotografie – Tipps für tolle Fotos

Unterwasserfotografie ist nur etwas für Profis? Stimmt nicht! Man muss kein Spezialist sein oder viel Geld für eine teure Kamera ausgeben, um schöne Schnappschüße aus Neptuns Reich zu fischen.

Zuerst ein wenig zur Geschichte der Unterwasserfotografie: Das allererste nachweisbare Unterwasserbild entstand 1856 von William Thompson – noch mit einer herkömmlichen Kamera aufgenommen. Paul Bartsch erfand schließlich 1922 die allererste Unterwasserkamera. Seitdem haben viele verschiedene Pioniere, wie zum Beispiel Jacques-Yves Cousteau Einiges zur Meeresforschung und Einblicken in die Unterwasserwelt beigetragen.

Nun zur Praxis. Die Herausforderung bei der Unterwasserfotografie:

Unterwasserfotografie ist – man ahnt es schon – nicht ganz so leicht umsetzbar wie normale Fotografie aber dafür umso spannender!
Die erste Schwierigkeit liegt in der Eigenschaft des Wassers, denn es hat im Vergleich zur Luft eine viel höhere Dichte also mehr Partikel und Teilchen zwischen der Linse und dem zu fotografierenden Objekt. Es entsteht eine Trübung. Um ein scharfes Bild zu erzeugen, muss man also nah heran oder dann doch professionell zum Weitwinkelobjektiv greifen.

 

 

Und schon beleuchten wir die 2. Herausforderung: Objekte sehen unter Wasser größer aus als an Land. Großer Hai oder doch nur Hering? Hier heißt es einfach Erfahrung sammeln, um zu wissen wie weit oder wie nah man am Objekt sein sollte.

 

Alle guten Dinge sind 3: es kommt noch eine weitere Schwierigkeit hinzu: Das Licht. Je tiefer man geht, umso weniger Licht kommt hindurch. Die verschiedenen „Farben“ innerhalb des Lichtes (wer es noch aus der Schule weiß: das Spektrum des Lichtes) werden bei verschiedenen Tiefen rausgefiltert.

  • Ab 5 Meter Tiefe gibt es kein Rot mehr.
  • Tiefer als 15 Meter wird die Farbe Orange herausgefiltert.
  • Tiefer als 30 Meter gibt es kein Gelb mehr.
  • Ab 50 Meter ist auch kein Grün mehr vorhanden.
  • Und tiefer als 60m ist es auch mit dem Blau vorbei.

Aber in den seltensten Fällen tauchen selbst erfahrene Taucher unter 15 Meter, da die schönsten Fotomotive wie Korallen und Fische in den ersten 5 Metern zu finden sind.

Fototipp: Mache Fotos in seichten Gewässern zwischen 10-14 Uhr. Dann ist der Stand der Sonne am höchsten und somit dringt das meiste Licht ins Wasser.

Zur Ausrüstung: Ein Tauchschein ist nicht unbedingt nötig. Der Schnorchel reicht vollkommen aus, um in die Bereiche zu gelangen, die tolle Motive bereithalten.

Für die Sparer: es gibt recht günstige Einwegkameras für Unterwasserfotos wie zum Beispiel die Fujifilm Quicksnap Marine 800 für ca. 15€. Aber aufgepasst. Normale sowie günstige Unterwasserkameras halten höherem Wasserdruck oft nicht stand! Bleibt also innerhalb der ersten 5 Meter.

Für die Pragmatiker: Inzwischen gibt es auch wasserdichte Gehäuse für fast jede Kamera. Abhängig vom Kameratyp ist man hier schon ab ca. 20 € dabei.

Für die Wagemutigen: Technik sei Dank gibt es inzwischen auch Smartphones, die wasserdicht sind. Hier muss man zwar etwas tiefer in die Tasche greifen aber kann dafür keine 10 Sekunden nach dem Auftauchen vom Schnorchelabenteuer berichten. Toll.

Für Schnappschüße aus den Untiefen des Meeres eignet sich am Besten unser Echtfotobuch– die Belichtung auf echtes Fotopapier bringt jeden Schatz detailscharf zum Leuchten.

Jetzt kannst Du auf Tauchgang gehen!

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