Kind & Kegel

Das Ende der Sommerzeit oder über die Kunst, dunkle Winternachmittage rumzukriegen

Dunkle Winternachmittage mit Kind

Manch einer freut sich, wenn er dank Zeitumstellung eine Stunde länger schlafen kann. Mit einem Kleinkind jedoch, gewinnt das Ende der Sommerzeit deutlich an Schrecken. Wann werde ich endlich wieder bis 6 Uhr morgens schlafen können, statt schon um 5 Uhr Wimmelbücher anzugucken? Und wie soll ich nur diese endlosen, dunklen, kalten, nassen Winternachmittage rumkriegen?

Der erste Punkt erledigt sich meistens innerhalb einer Woche. Der zweite jedoch begleitet uns zuverlässig von November bis März. Jeden. Einzelnen. Tag. Denn die 2-3 Stunden, die wir sonst zwischen Kindergarten und Abendessen auf dem Spielplatz oder im Park verbracht haben, sind jetzt von Finsternis und ungemütlichem Wetter geprägt. Hier kommen einige Tipps, wie man dunkle Winternachmittage jenseits von Indoorspielplätzen und Spielgruppen verbringen kann. (Eltern, deren Kinder zuhause ganz brav stundenlang mit Lego und Co spielen, lesen vielleicht lieber ein Rezept für Rudolphplätzchen.)

 

1. Baumarkt

Bei schlechtem Wetter im Baumarkt spielen

Fische gucken im Baumarkt

In unserem Baumarkt gibt es Fische, Vögel und weiße Mäuse zum Angucken, Einkaufswagen mit Kinderauto vorne dran, einen Wickeltisch, Leitern zum Draufklettern, Helme zum Aufprobieren und viele weitere spannende Dinge. Ein wahres Kinderparadies – nur bei den Motorsägen sollte man gut aufpassen.

 

2. IKEA
Der Kinderparadies-Klassiker. Aber auch wenn man das Kind nicht im Smaland abgeben möchte, macht zwangloses Sofatesten, Fangenspielen und Zimtschneckenessen immer viel Spaß. Und meistens fällt einem auch noch etwas ein, was man gaaanz dringend kaufen muss.

 

3. Bücherei
Ist das Kind für einen ruhigen Nachmittag zu haben, ist die öffentliche Bücherei eine kuschelige Lösung. Vorlesen, Bücher angucken und am besten gleich noch einen Schwung Bücher mit nach Hause nehmen.

 

4. Museum
Klingt ungeeignet für Kleinkinder, ist es aber nicht. Mit wenig Anspruch an den Bildungsauftrag kann man auch mit den Kleinsten Zeit im Museum verbringen. Breite Treppen, lange Gänge, große Säle – egal ob Naturkunde, Botanik oder Völkerkunde: etwas zu gucken gibt es immer.

 

5. S-Bahnhof
Wir sind meistens mit dem Fahrrad unterwegs, darum hat die S-Bahn für meine Tochter etwas Faszinierendes. Fahrstuhlfahren: toll! Lautsprecheransagen, ein- und ausfahrende Züge: auch toll! Ticket-Automat: suuuper! Mit einem Kurzstreckenticket Hin- und Herfahren: die Krönung! U-Bahn und Fernverkehr funktionieren natürlich genauso gut.

 

6. Heimwerkeln
Manchmal will man an kalten Winternachmittagen doch einfach nur nach Hause. Es lohnt sich, ein bisschen im Voraus zu planen und sich ein tolles DIY Projekt fürs Kind zu überlegen (zum Beispiel Basteln mit Kindern zu Weihnachten). Malen, Basteln, Bauen – alles geht, was man nicht jeden Tag sowieso schon spielt.
Ebenfalls prima: Einen Kuchen, Kekse oder Waffeln backen (mit tatkräftiger Hilfe vom Kind natürlich). Danach herrscht zwar Chaos in der Küche, aber den Nachmittag hat man rumgekriegt, die Wohnung riecht lecker und die Mägen sind voll.

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